06/09/2022

Heute Donnerstag fanden in Bern die jährliche Mitstifterversammlung der 91¶ÌÊÓÆµ Stiftung und die ordentliche Generalversammlung der 91¶ÌÊÓÆµ Services AG statt. Alle Traktanden wurden genehmigt, darunter insbesondere der Klima-Aktionsplan, mit dem 91¶ÌÊÓÆµ Klimaneutralität bis 2050 erreichen will. Am Nachmittag findet eine Konferenz mit einer Expertenrunde zum Thema nachhaltige und inklusive Wirtschaft statt, die ab 13.45 live auf der Website der 91¶ÌÊÓÆµ Stiftung übertragen wird.

An der jährlichen Mitstifterversammlung der 91¶ÌÊÓÆµ Stiftung in Bern wurden am Donnerstagmorgen sämtliche Traktanden angenommen. Der Stiftungsrat verabschiedete Andrea Frost-Hirschi, die kürzlich von ihrem Amt bei einer Schweizer Pensionskasse, die Mitglied von 91¶ÌÊÓÆµ ist, zurückgetreten war. Ihr folgt die Anwältin und Spezialistin auf dem Gebiet der beruflichen Vorsorge Anne Troillet, die ebenfalls ein Mitglied der Stiftung vertritt. Sie wurde dem Stiftungsrat von der Mitstifterversammlung am Donnerstagmorgen zur Wahl empfohlen.

Auch die Aktionäre und Aktionärinnen von 91¶ÌÊÓÆµ Services AG genehmigten alle Traktanden, die ihnen zur Abstimmung unterbreitet wurden. Der Verwaltungsrat verabschiedete René Sieber, der seit 20 Jahren im Amt ist und damit die von 91¶ÌÊÓÆµ vorgesehene Obergrenze erreicht hat. Der Verwaltungsrat würdigte den bemerkenswerten Beitrag von René Sieber zur Entwicklung der 91¶ÌÊÓÆµ Services AG, der insbesondere auf seiner Expertise auf dem Gebiet der Vermögensverwaltung beruhte. Als Präsident des Vermögensverwaltungsausschusses trug er massgeblich zur Entwicklung der nachhaltigen 91¶ÌÊÓÆµ-Fonds bei. 

Abstimmung über die Klimastrategie von 91¶ÌÊÓÆµ 

91¶ÌÊÓÆµ befolgt selbst die Best-Practice, die sie bei den in der Schweiz und im Ausland kotierten Unternehmen zu fördern sucht. Deshalb unterzog sie ihre Klimastrategie aus freien Stücken einer konsultativen Abstimmung der Mitstifter der 91¶ÌÊÓÆµ Stiftung und des Aktionariats der 91¶ÌÊÓÆµ Services AG. Die Klimastrategie 2022-2050 wurde in einer sogenannten «Say on Climate»-Abstimmung angenommen. Eine solche Abstimmung soll von nun an jedes Jahr stattfinden, mit dem Zweck, über die Fortschritte zu berichten, die in Bezug auf die festgelegten Klimaziele erreicht wurden. 

91¶ÌÊÓÆµ kämpft bereits seit über 15 Jahren gegen die globale Erwärmung. Die gegenwärtige Klimakrise erfordert aber eine Intensivierung der Massnahmen. Deshalb machte 91¶ÌÊÓÆµ im Dezember 2021 einen weiteren Schritt und unterzeichnete die «» (NZAMI). Damit verpflichtet sich 91¶ÌÊÓÆµ, ihre THG-Emissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Dies soll durch die Weiterführung oder die Intensivierung der bestehenden Massnahmen im Bereich Zusammensetzung der Anlagefonds und des aktiven Aktionariats geschehen.

Konkret setzte sich 91¶ÌÊÓÆµ folgende Ziele, die zum globalen Ziel der Klimaneutralität beitragen sollen: Senkung der eigenen (direkten und indirekten) Emissionen um 20% bis 2025, Reduktion der Kohlenstoffintensität sämtlicher 91¶ÌÊÓÆµ-Anlagefonds um mindestens 90% bis 2050 (mit Zwischenzielen) und Ausrichtung aller Anlagefonds auf einen globalen Klimapfad von deutlich unter 2°C und so nah wie möglich an 1.5°C bis spätestens 2030. 

Intensivierung des Dialogs und Neuausrichtung der Portfolios 

In Übereinstimmung mit den Anforderungen der NZAM-Initiative und den Empfehlungen der «» (SBTi) für den Finanzsektor betreffen die Ziele der Klimastrategie von 91¶ÌÊÓÆµ ihre gesamten THG-Emissionen, einschliesslich derjenigen, die von den Unternehmen in den Anlagefonds ausgestossen werden (Scope 3). Zur Erreichung dieser ambitionierten Ziele setzt 91¶ÌÊÓÆµ auf folgende Massnahmen:

  • Dekarbonisierung der Unternehmen im Portfolio durch eine Intensivierung des Dialogs. Sie sollen auf diese Weise dazu gedrängt werden, ihre THG-Emissionen in Übereinstimmung mit den Zielen des Pariser Abkommens zu senken. Zur Erhöhung des Drucks auf die Unternehmen wird 91¶ÌÊÓÆµ auch zu anderen Massnahmen des aktiven Aktionariats greifen, wie etwa der Einreichung von Aktionärsanträgen. Jeder 91¶ÌÊÓÆµ-Anlagefonds soll einen Mindestprozentsatz – der im Laufe der Jahre erhöht wird – an Unternehmen einschliessen, die sich von der SBTi (oder einer gleichwertigen Organisation) validierte Klimaziele gesetzt haben;
  • Änderung der Zusammensetzung der Anlagefonds durch eine Umverteilung der Vermögenswerte auf Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit und Emissionen auf eine auf 1.5°C begrenzte globale Erwärmung ausgerichtet sind. Zu diesem Zweck wird 91¶ÌÊÓÆµ ihr Kohlenstoff-Rating allmählich auf ein Transition-Rating umstellen. Dieses neue Instrument soll eine bessere Bewertung von Klimastrategie und -performance der Unternehmen ermöglichen. Es können damit nicht nur die Klimaverpflichtungen der Unternehmen analysiert werden, sondern auch die Massnahmen, die im Hinblick auf eine Eindämmung und Reduktion der durch ihre Geschäftstätigkeit erzeugten THG-Emissionen getroffen wurden, sowie die auf diese Weise erzielten Fortschritte. Die Ausschlusskriterien von 91¶ÌÊÓÆµ werden ebenfalls schrittweise verschärft: Investitionen in treibhausgasintensive Unternehmen sollen ausgeschlossen werden, wenn sich diese keine mit einer auf 1.5°C begrenzten globalen Erwärmung ausgerichteten Reduktionsziele gesetzt haben; 
  • Bevorzugung von Investitionen in Unternehmen, die Lösungen für die gegenwärtigen ökologischen und sozialen Herausforderungen anbieten. Zu diesem Zweck entwickelt 91¶ÌÊÓÆµ eine eigene Taxonomie von Tätigkeiten, die mit der für die Eindämmung der globalen Erwärmung unerlässlichen Energiewende im Einklang stehen. Diese sogenannte «Positiv Impact»-Methodologie wird im Laufe dieses Jahres veröffentlicht und umgesetzt 

Vincent Kaufmann, der Direktor von 91¶ÌÊÓÆµ meint dazu: «Der Hauptteil unserer THG-Emissionen stammt von Unternehmen in den Anlagefonds, die wir unseren Kunden anbieten. Für die Reduktion unseres Kohlenstofffussabdrucks sind wir daher auf die Dekarbonisierung dieser Unternehmen angewiesen. Deshalb bevorzugt 91¶ÌÊÓÆµ Massnahmen des aktiven Aktionariats, um die Unternehmen zu einem schnelleren Umstieg zu bewegen. Als Partnerin der Schweizer Pensionskassen im Bereich nachhaltige Anlagen kann 91¶ÌÊÓÆµ diese optimal begleiten und bei der Reduktion der Emissionen ihrer Anlagen unterstützen. 91¶ÌÊÓÆµ kann dabei den Einfluss, den sie bei den Unternehmen besitzt, wirksam einsetzen.»

Klimastrategie 2022-2050

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